Season 09 8 Episodes
Panik auf dem Rollfeld
22. August 1985: Das Triebwerk einer Boeing 737 fängt beim Start Feuer. Nach dem Startabbruch sterben viele Passagiere durch das Einatmen von giftigen Rauch. Ein Teil des Triebwerks ließ heiße Gase, die den Treibstoff entzündeten, nicht entweichen. Die Piloten hatten nicht bemerkt, dass das Triebwerk brannte und steuerten die Maschine nach Abbruch des Starts in den Wind.
Chaos im Cockpit
16. August 1987: Eine McDonnell Douglas MD-80 kann beim Start keine Höhe gewinnen und stürzt kurz nach Ende der Startbahn ab. Die Piloten hatten vergessen, die Landeklappen und die Vorflügel, die den Auftrieb erhöhen, auszufahren.
Der Jungfernflug des A320
26. Juni 1988: Im niedrigen Vorbeiflug bei einer Flugschau kann ein neuer Airbus A320 keine Höhe mehr gewinnen und stürzt in einen Wald hinter der Landebahn. Der Pilot überflog die Graspiste im Tiefflug und der Schub zum Weiterflug erfolgte jedoch später als vom Piloten erwartet. Aufgrund von Manipulationen des Flugdatenschreibers bleibt umstritten, inwieweit ein (möglicherweise noch unausgereiftes) Fly-by-wire-System fälschlicherweise davon ausging, dass der Airbus landen wolle und die Maschine nicht mehr steigen und der Triebwerksschub erst zu spät erhöhen ließ.
Klar zum Crash
1. Februar 1991: Eine landende Boeing 737 und eine kleine Fairchild Swearingen Metro, die zum Start bereit ist, kollidieren auf der Landebahn des Flughafens Los Angeles. Die Fluglotsin vergaß, dass der Metroliner auf der Startbahn stand, als sie der 737 Landeerlaubnis erteilte. Auch war der Metroliner kaum beleuchtet, so dass er im Dunkeln fast nicht zu erkennen war.
Zum Abschuss freigegeben
1. September 1983: Eine Boeing 747 fliegt von Anchorage nach Seoul, als sie nahe der russischen Insel Sachalin ins Meer stürzt. Das Flugzeug war weit vom Kurs abgekommen, da es die koreanischen Piloten versäumt hatten, den Autopiloten von „Heading“ auf „INS“ umzuschalten. Die Maschine wurde daraufhin von einer russischen Suchoi Su-15 abgeschossen.
Eiskalter Killer
10. März 1989: Bei Schneefall stürzt eine Fokker 28 einen Kilometer nach dem Start ab. Drei Jahre später, am 22. März 1992, geschieht dasselbe mit einer USAir-Maschine gleichen Flugzeugtyps. Die F-28 der Air Ontario war nicht enteist worden, da die Triebwerke nicht abgestellt werden konnten – bei laufenden Triebwerken darf ein Flugzeug nicht enteist werden. Die USAir-Maschine war nicht enteist worden, da der Flug Verspätung hatte und der Pilot dies nicht für nötig hielt.
Tragödie im Elsass
20. Januar 1992: Ein Airbus A320 zerschellt im Landeanflug auf den Flughafen Straßburg an einem Berg. Der Pilot wollte in den Autopiloten einen Sinkwinkel von −3,3° einstellen, doch er stellte aus Versehen −3,3 im Vertikal-Geschwindigkeitsmodus ein, so dass das Flugzeug mit 3300 Fuß pro Minute sank, viel schneller als gewollt. Aber das Flugzeug sank noch schneller, als es von Turbulenzen leicht nach oben gedrückt wurde. Wenn das Flugzeug sinkt, steigt und dann wieder sinkt, sieht das Navigationssystem diesen Umstand als Notfall an und die Maschine sinkt noch schneller als gewöhnlich. Aufgrund von Wolken hatte die Besatzung den Berg nicht erkennen können.
Absturz vor Miami
20. Dezember 2005: Nahe dem Strand von Miami stürzt eine Grumman G-73 ins Meer. Augenzeugen sehen, dass der gesamte rechte Flügel abreißt. Korrosion, Materialermüdung und ein gebrochener und falsch reparierter Stringer ließen Risse am rechten Flügel entstehen, die das Wartungspersonal mit einem Doppler-Blech zu stoppen versuchte. Doch durch die Korrosion und die Materialermüdung wurden die restlichen Stringer im rechten Flügel immer schwächer, bis schließlich alle bei diesem Flug brachen und der gesamte Flügel abbrach.