05. Staffel 10 Episoden
Vom Sturm zu Boden geschmettert
2. August 1985: In einem Sturm am Flughafen Dallas wird eine Lockheed TriStar im Landeanflug zu Boden gedrückt und kollidiert mit einem Treibstoffbunker. Das Flugzeug war in einen unerkannten Downburst geraten, der Flugzeuge zu Boden schmettern kann, wenn sie tief fliegen.
Ein Jet im Gleitflug
23. Juli 1983: Während des Fluges fallen beide Triebwerke einer neu ausgelieferten Boeing 767 aus. Der Pilot gleitet zu einem nahegelegenen Flughafen, doch das Bugfahrwerk versagt bei der Landung. Der Pilot hatte die Kerosinmenge falsch umgerechnet, so dass das Flugzeug mit nur halb so viel Treibstoff wie nötig betankt wurde.
Hinter verschlossenen Türen
12. Juni 1972: Eine DC-10 erleidet auf dem Flug von Detroit nach Buffalo über Windsor eine explosive Dekompression und kann nur mit größter Mühe gelandet werden. Zwei Jahre später, am 3. März 1974, stürzt eine vollbesetzte Maschine der Turkish Airlines selben Flugzeugtyps von Paris nach London ab. Obwohl die Maschine in einen Wald stürzte, führte dies zu neuem Negativrekord an Unfalltoten der Luftfahrt. Bei beiden Flügen sprang die von Convair zugelieferte Frachttür im Flug durch einen Konstruktionsfehler auf. Da der Boden einbrach, in dem Hydraulikleitungen verlegt waren, konnte die Turkish Airlines-Maschine nicht mehr gesteuert werden. Das von Turkish Airlines beauftragte Bodenpersonal hatte keine Englischkenntnisse und war über die anfällige Technik nicht richtig geschult worden.
Feuer an Bord
Am 28. November 1987: Auf Reiseflughöhe über dem Indischen Ozean bricht im Frachtraum einer Boeing 747 Combi ein Feuer aus. Bald darauf verliert die Flugsicherung den Kontakt mit der Crew. Die Brandursache im Frachtraum ist ungeklärt.
Fatales Gewicht
8. Januar 2003: Eine mit 19 Passagieren vollbesetzte Beechcraft 1900D richtet sich beim Start steil auf, als das Fahrwerk eingefahren wird. Die Strömung reißt ab, das Flugzeug kippt links weg und stürzt fast senkrecht in den Hangar. Die überladene Maschine war nicht mehr zu halten, als das Fahrwerk nach dem Einfahren die Trimmung nicht weiter unterstützte. Dabei wurde das zuvor unsachgemäß nachgestellte Höhenruder zum Verhängnis; es war nur zur Hälfte nach unten benutzbar. Die Wartung war an Subunternehmern von Subunternehmern vergeben worden, die wenig Erfahrung mit der Maschine hatten. Alle 21 Personen an Bord kamen um; im Hangar wurde ein Beschäftigter verletzt. Bei der Berechnung des Ladegewichts wurde von den noch üblichen, aus dem Jahr 1946 stammenden, und veralteten Personennormgewichten pro Passagier ausgegangen.
Auf Kurs ins Unwetter
4. April 1977: Eine DC-9 fliegt mitten durch einen Sturm hindurch. Dabei fallen beide Triebwerke aus und das Flugzeug wird schwer beschädigt. Bei der Notlandung auf einem Highway rollt das Flugzeug in eine Tankstelle und explodiert. Aufgrund besetzter Telefonleitungen waren aktuellere Wetterberichte nicht verfügbar. Mit dem falsch interpretierte Wetterradar hatten die Piloten das Flugzeug in den schlimmsten Teil des Sturms gesteuert, wo großer Hagel in ca. 4,6 km Höhe und mit der Folge von Surge die Kompressorschaufeln der Triebwerke zerschlugen und zum Ausfallen brachte sowie die Cockpitscheiben beschädigten. Die DC-9 hätte auf dem unter ihr befindlichen Polk County Airport (Cornelius Moore Field) landen können. Da dieser Flughafen dem Fluglotsen nicht bekannt war, leitete er sie auf die mit 40 Meilen zu weit entfernte Dobbins Air Reserve Base. Die DC-9 stürzte in die Ortschaft New Hope.
Explosive Indizien
023. Juni 1985: Eine indische Boeing 747 mit 329 Menschen an Bord explodiert im Reiseflug vor der irischen Küste, 150 km südlich von Cork. Eine von Terroristen im Frachtraum platzierte Bombe hatte das Flugzeug in der Luft zerrissen. Sikh-Extremisten hatten zwei Hifi-Verstärker mit Sprengsätzen versehen und ins Gepäck gegeben. Die zweite Bombe tötete zwei Luftfrachtarbeiter auf dem Flughafen Tokio-Narita. Beide Gepäckstücke wurden von Reisenden aufgegeben, die nicht an Bord gingen. Seither wird kein Gepäck ohne den Besitzer an Bord verladen. Weiterentwicklungen an Frachtcontainern bezüglich der Explosionssicherheit wurden nicht übernommen.
Falscher Alarm
6. Februar 1996: Eine kurzfristig gecharterte türkische Boeing 757 hebt mit 189 Insassen von Puerto Plata ab und stürzt kurz darauf ins Meer. Die Pitotrohre, die die Fluggeschwindigkeit messen, waren verstopft. Der Autopilot hatte angenommen, dass das Flugzeug zu schnell war. Tatsächlich war es zu langsam, erlitt einen Strömungsabriss und stürzte ab. Die 757 war 25 Tage am Boden geblieben. Es wird davon ausgegangen, dass in den am Boden nicht abgedeckten Pitotrohren Mauerwespen eingenistet haben. Es war der erste Absturz einer Boeing 757.
Fatale Ablenkung
29. Dezember 1972: Eine Lockheed TriStar befindet sich im Landeanflug auf Miami, als die Bugfahrwerksanzeige nicht aufleuchtet. Das Flugzeug dreht Warteschleifen über den Everglades, als es in den Sumpf stürzt. Der Autopilot der TriStar schaltet sich ab, sobald man den Steuerknüppel bewegt. Im Cockpit hatte angespannte Stimmung geherrscht,da eine Glühbirne defekt war und nicht festgestellt werden konnte,ob das Fahrwerk korrekt ausgefahren war. Der Pilot kam dabei ohne es zu merken an den Steuerknüppel für den Autopiloten. Der Autopilot hielt daraufhin die Höhe nicht mehr und das Flugzeug begann unbemerkt zu sinken. Das Bugfahrwerk war zum Zeitpunkt des Absturzes ausgefahren, nur die Glühbirne war defekt.
Auf Kollisionskurs über dem Amazonas
29. September 2006: Ein kleiner Businessjet, der an seine Fluggesellschaft überführt wird, kann kaum Kontakt mit der Flugsicherung herstellen. In Reiseflughöhe auf Flugfläche 370 trennt er den halben Flügel einer Boeing 737 ab, die daraufhin abstürzt; die kleinere Maschine kann auf einem Militärflugplatz notlanden. Der Businessjet flog auf Flugfläche 370, sollte aber auf Flugfläche 360 fliegen – der Lotse hatte vergessen, dies anzusagen. Als kurz darauf der Transponder ausfiel, dachten die Fluglotsen, der Businessjet sei bereits auf Flugfläche 360. (Wird im Vorspann der Deutschen Version als "Falscher Alarm" angegeben)