12. Staffel 13 Episoden

Steuerlos über Alaska

Fight for Control Reeve-Aleutian-Airways-Flug 8

8. Juni 1983: Während des Fluges treten bei einer Lockheed Electra ungewöhnliche Vibrationen an einem Triebwerk auf. Kurz danach löst sich ein Propeller und beschädigt die Kabine, wobei es zu einem Druckabfall kommt. Weiterhin wurden die Kontrollsysteme beschädigt und die Triebwerke lassen sich nicht mehr regeln. Der Autopilot verhalf der Crew zu minimaler Kontrolle. Die Höhe wurde durch Aus- und Einfahren des Fahrwerks und Ausschalten eines Triebwerks geregelt. Es konnte eine erfolgreiche Notlandung in Anchorage durchgeführt werden, alle 15 Insassen blieben unverletzt. Das Flugzeug wurde repariert und wieder in Dienst gestellt.

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Inferno in den Everglades

Fire in the Hold ValuJet-Flug 592

11. Mai 1996: Zehn Minuten nach dem Start einer Douglas DC-9 in Miami treten Probleme mit der Elektronik auf und Rauch entsteht in der Kabine. Wenige Minuten später erreicht ein Feuer die Kabine und das Flugzeug stürzt mit 110 Menschen an Bord ab. Trotz der widrigen Umstände (das Flugzeug stürzte in die Everglades) fanden Ermittler des NTSB heraus, dass das Feuer in einem eigentlich luftdichten Frachtabteil begann. Die DC-9 hatte Sauerstoffkerzen geladen, die, einmal aktiviert, puren Sauerstoff und Hitze produzierten. Eine der mangelhaft gesicherten Kerzen war möglicherweise durch einen Ruck auf der Startbahn aktiviert worden. Wegen der entstehenden Hitze seien die Kartons und einige Reifen, die ebenfalls transportiert wurden, in Brand geraten. Durch den Rauch und das entstehende heftige Feuer waren wahrscheinlich alle Insassen bereits tot, als das Flugzeug vier Minuten nach Ausbruch des Brandes abstürzte.

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Vom Taifun verweht

Caution to the Wind Singapore-Airlines-Flug 006

31. Oktober 2000: Eine Boeing 747 der Singapore Airlines, die als eine der sichersten Fluggesellschaften der Welt gilt, kollidiert beim Start in Taipeh mit Baufahrzeugen auf der Startbahn und wird dabei völlig zerstört. Die Bahn, auf dem Flughafen 5R genannt, wurde gerade überholt und gewartet, weshalb sie zum Unfallzeitpunkt gesperrt war. Die Boeing sollte eigentlich die Startbahn 5L ansteuern, die nur 100 m hinter 5R liegt. Aufgrund des Sturmes und schlechter Sichtverhältnisse beim Nachtflug bog die Besatzung zu früh ab – auf 5R. Die Piloten wussten, dass sie geschlossen war, erkannten aber im Zeitdruck nicht ihren Irrtum. Von den 179 Personen an Bord überlebten nur 96.

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Fatale Computer-Eingaben

Pushed to the Limit Silk-Air-Flug 185

19. Dezember 1997: Mitten im Reiseflug über Indonesien stürzt eine Boeing 737 10 km senkrecht in die Tiefe und zerschellt mit Schallgeschwindigkeit auf dem Boden. Weil das gesamte Flugzeug zerstört war und beide Flugschreiber, die alle wichtigen Daten und Gespräche im Cockpit aufzeichnen, noch vor dem Sturzflug ausgefallen waren, konnten die indonesischen Ermittler nicht erklären, was geschehen war. Fachkräfte des amerikanischen NTSB hingegen kamen zu dem Schluss, dass einer der beiden Piloten (wahrscheinlich der Kapitän selbst) die Boeing mit Absicht hatte abstürzen lassen. Er war schon des Öfteren von Kopiloten kritisiert worden und hatte auch schon auf vorherigen Flügen beide Flugschreiber vom Cockpit aus deaktiviert. Zudem wiesen die Sturzflugcharakteristika darauf hin, dass der Sturz durch die Steuerknüppel gelenkt wurde

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Blind durch den Hagelsturm

Blind Landing TANS-Perú-Flug 204

23. August 2005: Eine Boeing 737 gerät während des Landeanfluges in ein starkes Gewitter. Das Flugzeug macht eine Bruchlandung in einem nahegelegenen Sumpf – 40 der 98 Insassen kommen dabei ums Leben. Der Pilot wurde für schuldig befunden, weil er nicht den Standardverfahren für schlechtes Wetter gefolgt war. Außerdem könnte Hagel die Triebwerke beschädigt haben.

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Zusammenstoß über dem Grand Canyon

Grand Canyon Disaster TWA-Flug 2 United-Air-Lines-Flug 718

30. Juni 1956: Große Teile des Luftraums über den USA sind noch nicht kontrolliert, d. h. jedes Flugzeug ist auf sich allein gestellt und muss anderen Maschinen ausweichen. Es wurden jedoch Forderungen zur Höhenänderung an Fluglotsen gegeben und auch von diesen selbst gegeben, doch sie konnten die Flugzeuge nicht sehen. Je ein Flugzeug der United Air Lines und der Trans World Airlines waren beide von Los Angeles zu verschiedenen Zielen gestartet, ihre Flugrouten sollten sich über der Painted Desert kreuzen. Die Douglas DC-7 der United Air Lines, die auf dem Flug 718 wenige Minuten vor der Lockheed Super Constellation der TWA gestartet war, befand sich auf Flugfläche 210 (21.000 Fuß), die Super Constellation sollte auf 19.000 Fuß steigen. Sehr bald nach dem Start forderten die Piloten, auf Flugfläche 210 steigen zu dürfen. Die Fluglotsen wussten, dass das Flugzeug der United Airlines auf dieser Höhe war und verneinten, das Flugzeug der TWA dürfe jedoch in den Sichtflug gehen (was bedeutete, sie würde auf die gewünschte Höhe steigen können, müsste jedoch selbstständig Abstand zu der DC-7 halten), was ihr Pilot auch tat. Bald darauf kollidierten die beiden Flugzeuge über dem Grand Canyon. Die Sichtbedingungen waren nur bedingt zum Sichtflug geeignet, außerdem waren beide Besatzungen beschäftigt und hatten keine weiteren Warnungen voreinander erhalten. Durch die Kollision starben alle 128 Menschen an Bord der Flugzeuge.

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American-Airlines-Flug 191

Falling to Pieces American-Airlines-Flug 191

25. Mai 1979: In Chicago riss sich das unsachgemäß angeschraubte linke der drei Triebwerke von der Tragfläche. Die McDonnell Douglas DC-10 rollte nach dem Start stark nach links und stürzt ab. Alle 271 Insassen kommen ums Leben. Bei der Wartung des Triebwerks, abweichend der Herstellervorgaben, war unbemerkt dessen Halterung beschädigt worden. Der benutzte Gabelstapler konnte nicht so präzise gesteuert werden um die Beschädigungen an der Halterung zu vermeiden. Durch die übliche starke Belastung dieser Halterung kam es zu fortschreitender Rissbildung bis sie abriss. Das allein hätte noch nicht zum Absturz geführt, da die DC-10 auch mit nur zwei Triebwerken geflogen werden kann. Allerdings hatte das abgerissene Triebwerk die Hydraulikleitungen beschädigt; die gesamte Hydraulik für die Slats (ausfahrbare Stücke der Tragfläche, die den Auftrieb erhöhen, ähnlich wie die Landeklappen, nur an der Vorderseite des Flügels) ging dadurch verloren und sie fuhren wieder ein. Als Folge erhöhte sich die Strömungsabrissgeschwindigkeit. Korrekt nach der Checkliste verringerten die Piloten nach diesem Triebwerksausfall die Geschwindigkeit, ohne zu wissen, dass dadurch am Flügel ohne Slats ein Strömungsabriss auftrat, worauf die Maschine abstürzte.

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Fataler Fahrwerkschaden

Focused on Failure United-Airlines-Flug 173

28. Dezember 1978: Nur Sekunden vor der Landung einer Douglas DC-8 in Portland zeigt eine Anzeige im Cockpit, dass ein Fahrwerk nicht ausgefahren ist. Das Flugzeug fliegt Warteschleifen und es wird erneut das Fahrwerk ausgefahren, allerdings leuchten noch immer nicht alle Anzeigen auf. Die Piloten beschließen, in der Warteschleife zu bleiben, um das Problem zu lösen. Nach einer Stunde verunglückt die DC-8 aber wegen Treibstoffmangels. Weil eine Feder im rechten Fahrgestell versagt hatte, war dieses Fahrwerk außergewöhnlich schnell ausgefahren und hatte so den Sensor beschädigt, der das ausgefahrene Gestell meldet und die Anzeige aktiviert. In der Warteschleife wollten die Piloten die Ursache des Problems herausfinden und für eine Notlandung ohne Fahrwerk so viel Treibstoff wie möglich verbrauchen. Da aber zu dieser Zeit vorgeschrieben war, dass Flugzeuge immer genug Reserve mitführen sollten, waren die Tankanzeigen im unteren Bereich sehr ungenau. So verfügte die DC-8 noch vor der geplanten Landung über keinen Treibstoff mehr. Eine andere Möglichkeit ist, dass die Besatzung so mit der Problemlösung beschäftigt war, dass sie die Treibstoffanzeige komplett vergaß.

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Katastrophe in Russland

Lokomotiv Hockey Team Disaster YAK-Service-Flug 9633

7. September 2011: Ein Flugzeug, mit einem russischen Eishockeyteam vollbesetzt, kollidiert kurz nach dem Start vom Flughafen Tunoschna mit Antennen und stürzt ab. Fast alle Insassen kommen ums Leben. Die Ermittler fanden heraus, dass jemand im Cockpit die Bremsen betätigt hatte, während voller Schub gegeben wurde. Möglicherweise hatte einer der Piloten, die mit diesem Flugzeugtyp noch nicht vertraut waren, aus Versehen die Bremspedale gedrückt; es ist aber auch nicht auszuschließen, dass sich die Piloten uneins waren, ob der Start fortgesetzt werden sollte. Als zusätzlicher Faktor kommt hinzu, dass die Startgeschwindigkeit falsch berechnet war.

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Der Absturz des polnischen Präsidenten

Death of the President Flugzeugabsturz bei Smolensk

10. April 2010: Eine Tupolew Tu-154 stürzt in dichtem Nebel beim Landeanflug auf den russischen Militärflughafen Smolensk ab, der kein ILS hatte. An Bord waren der polnische Präsidenten Lech Kaczyński, weitere hochrangige Regierungsvertreter und Nachfahren der Opfer des Massaker von Katyn zu dessen Gegenkstätte sie am Jahrestag anreisten. Die Fluglotsen teilten mit, dass vorort keine Landebedingungen herrschten. Aufgrund der Sprachkenntnisse übernahm der Kapitän zum Steuer noch den Flugfunk. Die Besatzung stand unter latentem Druck. Es hielt sich ein ranghoher Militär im Cockpit auf, sagte aber kein Wort. Zudem sollte der Präsident pünktlich zum offiziellen Termin ankommen. Die Maschine sank unter die Mindestflughöhe und reagierte nicht auf den Bodenalarm. Ursächlich war ein falsch kalibrierter Höhenmesser. Außerdem befand sich das Flugzeug auf falschem Kurs, der es etwa 80 m neben die Landebahn gebracht hätte. Ebenso wiesen die Fluglotsen die Tupolew auch nicht an, den Landeanflug abzubrechen. So flog die Maschine nur 30 m über dem Boden und konnte nicht mehr durchstarten, bevor sie die ersten Bäume streifte. Alle Insassen kamen um. Keine Leiche wurde am Stück gefunden.

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Kurswechsel ins Unglück

Heading to Disaster Ethiopian-Airlines-Flug 409

25. Januar 2010: In schlechtem Wetter kommt eine Boeing 737 kurz nach dem Start vom Kurs ab und stürzt schließlich ins Mittelmeer, wobei alle 90 Insassen umkommen. Die Ermittler fanden heraus, dass beide Piloten im Monat vor diesem Flug extrem oft im Dienst waren, so dass sie auf diesem Nachtflug wohl sehr müde waren (schleichende Fluguntauglichkeit). Dies führte dazu, dass sie trotz der widrigen Bedingungen nicht den Autopilot einschalteten und, auch wegen Überforderung, die Orientierung verloren. So geriet die Boeing in einen Strömungsabriss, der zum Absturz führte.

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Navigation außer Betrieb

Navigation ausser Betrieb Santa-Barbara-Airlines-Flug 518

21. Februar 2008: Eine ATR 42 der Santa Barbara Airlines kracht keine 7 Minuten nach dem Start in Mérida (Venezuela) in einen Berg. Die Piloten waren in spät aus der Pause gekommen und hatten die Checkliste weitgehend übersprungen. Die Gyrosensoren für die Navigation hätten nur 28 weitere Sekunden benötigt, um zu kalibrieren. Um 15 Minuten Flugzeit zu sparen wurde vom geplanten Kurs abgewichen. Wolken, die die Sicht einschränkten und die fehlende Navigation führten die Piloten auf den Hügel, an dem die Maschine zerschellte. Alle Insassen starben beim Aufprall. Aufgrund seiner Lage wurde Flughafen vom kommerziellen Luftverkehr ausgeschlossen.

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Air France 447 verschollen

Air France 447 Vanished Air-France-Flug 447

1. Juni 2009: Auf dem Flug von Südamerika nach Europa gerät ein französischer Airbus A330 in einen Sturm und stürzt in den Atlantik, wobei alle 228 Insassen ums Leben kommen. Die Unfallursache bleibt lange ein Rätsel, doch nach etwa zwei Jahren finden die Ermittler heraus, dass das Flugzeug in den Zustand eines Strömungsabrisses geriet. Mithilfe der Flugschreiber konnte festgestellt werden, dass die Geschwindigkeitsanzeiger im Airbus während der letzten Minuten unterschiedliche Werte lieferten, was wohl auf vereiste Pitotrohre zurückzuführen ist. Nach dem Ausfall der Geschwindigkeitsmesser schaltete sich der Autopilot aufgrund der widersprüchlichen Daten ab, darauf ließ der Pilot die Maschine steigen, was zu dem Strömungsabriss führte, der bis zum Aufschlag auf dem Meer nicht korrigiert wurde. Es ist nicht bekannt, warum die Piloten auf den drohenden Strömungsabriss falsch reagiert hatten und die Nase nicht senkten. Aus den Gesprächsanalysen geht allerdings hervor, dass die Piloten den Strömungsabriss nicht bemerkten und nicht auf ihre Instrumente achteten; möglicherweise dachten sie, dass nicht nur die Geschwindigkeitsanzeigen falsch waren.

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