22. Staffel 10 Episoden
Warteschleife
2016: Bei einer missglückten Landung im südrussischen Rostow stürzt eine Boeing 737 ab. Alle Menschen an Bord kommen ums Leben. Eine tödliche Falle: das Zwischenstaatliche Luftfahrtkomitee veranlasst besseres Training gegen somatographische Illusionen, die in diesem Fall durch die Beschleunigung aufgrund der Kombination eines Scherwind- und Go-around-Manövers entstand.
Bruchlandung in Portugal
1992: Die Bruchlandung einer McDonnell Douglas DC-10–30 auf dem Flughafen von Faro stellt die Ermittler vor ein Rätsel. Was lief schief? Fest steht nur: 56 Menschen sind tot. Die Ermittlungen führen letztendlich zur Empfehlung bessere Sensoren gegen Fallböen an Flugzeugen und Flughäfen zu installieren: der fliegende erste Offizier hatte auf Grundlage falscher Informationen den Autothrottle überschrieben, um auf der nassen Fahrbahn eine positive Landung sicherzustellen, um Aquaplaning zu verhindern.
Der Zwei-Milliarden-Dollar-Absturz
2008: Beim teuersten Flugzeugunglück aller Zeiten gibt es keine Toten, doch der materielle Schaden ist immens: Der Absturz der „Spirit of Kansas“ kostet die amerikanische Luftwaffe zwei Milliarden Dollar. Die Ermittler müssen herausfinden, warum der Stealthbomber beim Start in Guam in einen steilen Steigflug ging. Als Ergebnis wird der Flugcomputer, als auch Checklisten gegen Nässe überarbeitet.
Probleme im Doppelpack
1992 gerät ein Trans-Air-Frachter des Typs Boeing 707 über den Alpen in Turbulenzen. Zwei Triebwerke gehen verloren und Feuer bricht aus. Die Crew wagt ein riskantes Manöver und überlebt. Die Frage nach der Ursache wird noch drängender, als sich einen Monat später in Miami ein gleichartiger Vorfall ereignet. Als Ergebnis weist die Verkehrsbehörde das Ersetzen der Triebwerkhalterungen aller 707 an.
Sturzflug in den Pazifik
2000: Beim Absturz einer MD-83 beim Flug vom mexikanischen Puerto Vallarta nach Seattle kommen alle 88 Menschen an Bord ums Leben. Obwohl die Piloten extrem nachtrimmten, führten Steuerungsprobleme zu albtraumhaften Sturzflügen. Die Ermittler finden die Mutter durch die die Trimmstange bewegt wird. Das Gewinde hatte sich zu 90 % abgelöst. Es wird klar, dass Alaska Airlines Wartung und Schmierung vernachlässigt hatte. Der Vorfall wurde auch in Episode 4 und 47 behandelt.
Panik über Michigan
1979 stürzt eine Boeing 727 auf dem Weg von New York nach Minneapolis beinahe ab. Die Piloten sehen sich gezwungen die beschädigte Maschine ohne Landeklappen auf den Boden zu bringen. Um die Ursachen des Vorfalls zu ergründen, begeben sie sich auf eine lebensgefährliche Mission. Sie zeigt Indizien für eine verbotene Manipulation der Landeklappen durch die Piloten.
Bedrohliche Bäume
1995 setzt eine MD-83 zu einer schwierigen Landung bei Connecticut an: Ein Non-precision approach bei schlechtem Wetter und einem unbesetzten Tower. Als die Maschine Baumkronen streift, versagen bald beide Triebwerke. Als Gleiter gelingt den Piloten trotzdem die Landung. Das NTSB steht vor dem Rätzel, warum die Maschine so stark sank. Als Konsequenz der Ermittlungen werden strengere Vorgaben zur Mindestsinkflughöhe und der Höhenmesser-Kalibrierung, die der Tower liefert, erlassen.
Cockpit ohne Strom
1983: Eine HS-748 crasht bei schlechten Sichtbedingungen beim Anflug auf Carbondale auf ein Feld, wobei alle 10 Insassen sterben. Die Maschine war dabei vom Flughafen weg ausgerichtet. Das NTSB rekonstruiert einen Flug auf dem der linke Stromgenerator überhitzte, aber durch einen Fehler ausgelöst durch Expectation Bias des Copiloten beide für den Gebrauch ausfielen. Weil der Kapitän unbedingt den Flug fortsetzen will und der Copilot nicht widerspricht, verlassen sie sich auf den Batteriebetrieb. Sie reduzieren aber die Last auf die Batterien zu wenig, da sie diese über Volt (Output) beobachten, statt über Ampere (vorhandene Leistung). Als keine Energie mehr vorhanden ist, orientiert sich die Crew am künstlichen Horizont (IDA), der ohne Strom aber nur scheinbar funktioniert: daher die Ausrichtung des Fliegers. Als Ergebnis wird das Training zur Berechnung der Batterieleistung Pflicht und seit 1997, dass IDAs sogar unabhängig von der Stromzufuhr für eine bestimmte Zeit zuverlässig funktionieren müssen.
Triebwerk-Mysterium
1994: Beim Landeanflug auf einen Regionalflughafen in North Carolina stürzt eine Jetstream 32 in einen Wald. Das NTSB stößt schnell auf Hinweise, dass die jungen Piloten eine verhängnisvolle Fehleinschätzung über die Triebwerke trafen. Es muss dem Verdacht nachgehen, dass dieser Absturz vermeidbar war. Als Reaktion erlässt der US-Kongress 1996 den Pilot Record Improvement Act.
Verlust einer Legende
2020 kollidiert eine Sikorsky S-76B nördlich von Los Angeles mit einem Hügel. Alle neun Insassen kommen ums Leben, darunter der ehemalige LA-Lakers-Basketballspieler Kobe Bryant. Das NTSB vermuten, dass der Pilot durch Verzögerungen einem Plan continuation Bias unterlag, wodurch er in einen Nebel mit Instrumentenflugbedingungen flog und dort in eine Friedhofsspirale verfiel. Das Board fordert besseres Training für HelikopterpilotInnen gegen entsprechende Illusionen und Situationen.