14. Staffel 11 Episoden
Totaler Triebwerksausfall
8. Januar 1989: Nur 13 Minuten nach dem Abflug von London Heathrow nach Belfast meldete die Besatzung starke Vibrationen in der Maschine und Brandgeruch im Cockpit. Man vermutete, dass eines der Triebwerke Feuer gefangen hatte. In der Tat war ein Ventilatorflügel in Triebwerk 1 gebrochen. Der Pilot beging einen fatalen Fehler und schaltete das funktionierende Triebwerk 2 aus, da bei älteren Boeing 737 die Innenluft nur von einem Triebwerk kam. Die 500 Flugstunden alte Boeing 737-400 nahm die Innenluft schon von beiden Triebwerken. Sie stürzte kurz vor der Landebahn in einen Hang neben der Autobahn. Von 126 Menschen an Bord kamen 47 ums Leben. Die für diesen Unfall relativ hohe Zahl an Opfern sorgte für Weiterentwicklungen auf Crashsicherheit an Gepäckfächern und Sitzen.
Niki Lauda Tragödie in Thailand
26. Mai 1991: Der erste Absturz einer Boeing 767 ereignete sich in Thailand und traf die Maschine „Mozart“ der Fluggesellschaft Lauda Air. Es gab keine Überlebenden. An Bord war ein UN-Drogenbeauftragter, was zunächst einen Anschlag vermuten ließ. Die Ursache war, dass sich die Schubumkehr eines Triebwerks im Flug plötzlich aktivierte. In etwa 7500 Metern Flughöhe hatten die Piloten keine Chance darauf zu reagieren. Bei Versuchen, die bei nur niederer Flughöhe durchgeführt wurden, war das Öffnen der Schubumkehr bisher als unkritisch eingestuft worden.
Vom Dschungel verschlungen
3. September 1989: Der Pilot hat auf dem Flug nach Belem einen falschen Kurs eingegeben, ist vom Start-Flughafen in die falsche Richtung geflogen und hat diesen Fehler nie während des Fluges bemerkt, das Flugzeug stürzte ohne Treibstoff im Amazonaswald ab - über 1000 km entfernt von Belém.
Tödliches Ausweichmanöver
6. Juni 1992: Copa-Airlines-Flug 201 stürzt über Panama ab, es gab keine Überlebenden. Ursache war ein defekter Künstlicher Horizont des Kapitäns: Nach einer Linkskurve blieb der Künstliche Horizont aufgrund eines Kurzschlusses stehen. Der Kapitän drehte die Maschine nach rechts, um die vermeintlich gefährliche Lage auszugleichen. Als die Boeing 737 100° Rechtsneigung erreichte, funktionierte der Künstliche Horizont wieder, doch die Maschine war nicht mehr zu retten und stürzte ab.
Bruchlandung in Tokio
31. Juli 1997: FedEx-Flug 14, eine MD-11, die eine gestretchte DC-10 ist, verunglückt auf dem Heimatflughafen Newark. Aufgrund von Konstruktion, kleinem Leitwerk und Windbedingungen muss sie mit relativ hoher Geschwindigkeit von 300 km/h landen. Die Maschine wird in den letzten 15 Metern auf die Landebahn gerissen, setzt mehrfach auf, ein Fahrwerk bricht. Die Maschine überschlägt, die Besatzung der Frachtmaschine überlebt leicht verletzt. Beide waren beim Landen außer Übung. Am 23. März 2009 landet FedEx-Flug 80 in Flughafen Tokio-Narita. Auch diese MD-11 fällt die letzten Meter zu Boden, springt auf der Landebahn und überschlägt. Sie brennt aus, die Besatzung stirbt. Das Ausschweben wurde zu spät eingeleitet. Die übermüdeten Piloten erkannten nicht, dass das hintere Fahrwerk wieder abgehoben hatte und drückten die Nase nach unten. In Folge wurden den verbleibenden MD-11 Kontrolllampen für den Bodenkontakt des Fahrwerks nachgerüstet.
Absturz von JFK Junior
16. Juli 1999: Eine Piper Saratoga, gesteuert von John F. Kennedy, Jr., stürzt mit dessen Frau und deren Schwester Lauren Bessette auf dem Weg zur Hochzeit seiner Cousine Rory Kennedy vor Martha’s Vineyard ab. Alle drei Personen im Flugzeug kommen ums Leben. Kennedy war Stunden zuvor vom Essex County Airport in Fairfield (New Jersey) gestartet. Untersuchungen legten den Schluss nahe, Kennedy, der mit Instrumentenflug keine Erfahrung hatte, sei als Pilot mit der Führung des Flugzeuges über das offene Meer bei schlechter Sicht überfordert gewesen.
Concorde in Flammen
25. Juli 2000: Eine startende Concorde rast am Flughafen Paris-Charles de Gaulle über ein Metallteil, welches ein anderes Flugzeug kurz zuvor verloren hat. Ein Reifen platzt, es kommt zu einem Kurzschluss an der Fahrwerkselektrik und ein Tank schlägt Leck. Als die Flammen sichtbar werden, ist jedoch die V1-Geschwindigkeit überschritten und die Concorde muss starten. Ausströmender Treibstoff wird entzündet und füttert die linken Triebwerke mit brennendem Treibstoff, was ihnen die Schubkraft nimmt. Das linke Höhenruder, dass bei der Concorde am Ende der Tragfläche angebracht ist, schmilzt im Feuer weg. Nur eine Minute nach dem Abheben stürzte die unkontrollierbar gewordene Concorde in ein Hotel. Keiner an Bord überlebte, am Boden starben 4 weitere. In Folge wurden Tanks und Reifen mit Aramide verstärkt, die Kabel am Fahrwerk besser geschützt. Die Kosten der Umrüstung machen die Überschallpazifikflüge unattraktiv teuer und die Flüge der Concorde werden eingestellt. Es war ihr erster und letzter Flugunfall.
Blutbad in Mexiko-Stadt
An Bord der Maschine befand sich die Elite von Mexiko. Schnell wurde vermutet, es handelte sich um einen terroristischen Akt, später wurde die Ursache bei den Piloten gefunden: beide hatten in der Maschine weniger als 100 Flugstunden und kannten nicht die Gefahr von Wirbelschleppen einer voraus fliegenden Boeing 767-300, weil sie zu niedrig und zu langsam flogen. Die Wirbelschleppen blieben durch die Windstille länger bestehen. Einer der Piloten wurde postum als Hochstapler enttarnt. Er hatte Flugstunden vermerkt, die er nie geleistet hatte. Der Flugschule wurde für das Durchwinken dieser Berichte die Konzession entzogen.
Verhängnisvolle Fehlerkette
10. Februar 2011: Eine Fairchild Metro III im Pendlerflug fliegt Warteschleifen vor Cork. Beim dritten Landeversuch im Nebel rollt die Propellermaschine erst nach links, dann nach rechts, setzt mit der Spitze der rechten Tragfläche auf und rutscht auf dem Dach über das Flugfeld. 6 von 12 Personen an Bord sterben, darunter die Besatzung, die aus den beiden Piloten bestand. Die Maschine war vom Leasingnehmer weitervermietet worden und schlecht gewartet. Nachts wurde sie für Frachtflüge benutzt, tagsüber wurden die Sitze wieder montiert und Passagiere geflogen. Einige notwendige Wartungen wurden weder vermerkt noch durchgeführt. So sprachen die Motoren auch unterschiedlich schnell auf Schubänderungen an, was das Rollen vor dem Absturz verursachte. Die Piloten standen unter Schlafmangel und Kostendruck. Die Unfallermittler vermuteten, die Piloten versuchten die Mehrkosten eines Ausweichflughafens zu vermeiden.
Tod in der Arktis
20. August 2011: Eine Boeing 737 Kombi schlägt im Nebel bei Resolute Bay mit 290 km/h auf einem Hügel auf paralleler Route zur Landebahn auf, zerbricht in drei Teile und beginnt zu brennen. Drei überleben verletzt, 12 sterben. Ein Ruck am Steuer hatte den Autopilot unbemerkt während der Landevorbereitungen deaktiviert. Der weniger erfahrene erste Offizier konnte den Kapitän nicht von einer Reihe ihm aufgefallener Abweichungen überzeugen, die Landung rechtzeitig abzubrechen. Durch die laufende Operation Nanook (2011) werden die Verletzten gerettet.
Was geschah mit Malaysia Air MH370
Malaysia-Airlines-Flug 370, eine Boeing 777 auf dem Weg zwischen Kuala Lumpur und Peking, verschwand am 8. März 2014 spurlos. Bis jetzt wurden nur Teile der verschwundenen Boeing 777 gefunden. Die Unglücksursache ist ungeklärt.