07. Staffel 8 Episoden
Zerschmettert in tausend Teile
25. Mai 2002: Eine Boeing 747 zerbricht kurz vor dem Erreichen der Reiseflughöhe. 22 Jahre vor dem Unglück war ein Heckanschlag nicht korrekt repariert worden. Vom Heckanschlag hatten sich Risse gebildet, die aufgrund eines darübergeschraubten Blechs unbemerkt geblieben waren. Die Risse hatten sich über die Jahre um den gesamten Heckbereich ausgebreitet, was zum Auseinanderbrechen der Maschine führte.
Der Anschlag von Lockerbie
21. Dezember 1988: Eine Boeing 747 explodiert in der Luft über der schottischen Stadt Lockerbie. Eine Bombe im Frachtraum, die von libyschen Terroristen an Bord gebracht worden sein soll, hatte die Maschine in der Luft zerrissen. Die als Konsequenz aus dem Anschlag auf eine andere Boeing 747 auf Air India Flug 182 eingeführte Passenger-Baggage Reconciliation, nachdem kein Fluggepäckstück ohne seinen Eigentümer an Bord geht, hatte PanAm ausgesetzt. Der Sprengsatz war in einem Radiorekorder vom Typ Toshiba RT-SF 16 statt des Kassettenlaufwerks einbaut worden. Das Gepäckstück wurde in Malta aufgegeben. Die zur Zündung benutzen Langzeittimer waren auf eine Bestellung aus Libyen in der Schweiz hergestellt worden. Alle 243 an Bord kamen um, 11 weitere am Boden. PanAm ging nach dem Verlust in Insolvenz.
Der Teufel steckt im Detail
8. September 1989: Über der Nordsee stürzt eine Convair 580 ab. Die Piloten flogen aufgrund von Mängeln mit eingeschalteter APU, die starke Schwingungen verursachte, und sich mit Schwingungen des Seitenleitwerks überlagerte und summierte. Das Ruder löste sich vom Rumpf, es war mit ungeeigneten weichen Schrauben montiert worden, die nur 60 % der ermittelten Last standhielten. Das unkontrollierbar gewordene Flugzeug geht in einen Sturzflug über und zerbricht noch in der Luft. In Folge der Ermittlungen fliegt einen Skandal gefälschter Ersatzteile und Zertifikate auf.
Auf Kollisionskurs
12. November 1996: Eine Boeing 747 und eine Iljuschin Il-76 kollidieren in der Luft, obwohl über 300 m Abstand zwischen ihnen sein sollte. Die Crew der Iljuschin hatte die Anweisung, die Höhe zu halten, aufgrund von schlechten Englischkenntnissen nicht eingehalten. Am Flughafen Neu-Delhi war das bestellte Sekundärradar, das die Flughöhen zeigt, war bestellt und geliefert, aber nicht installiert worden. Ermittler fanden Hinweise auf drei weitere verhinderte Zusammenstöße. Keine der Maschinen verfügte über TCAS.
Operation Babylift
4. April 1975: Eine Lockheed C-5 Galaxy soll Waisenkinder aus Vietnam evakuieren. Doch als sich nach dem Start die Heckladerampe öffnet, wird das Flugzeug unkontrollierbar und stürzt in ein Feld. Die nicht korrekt eingebaute Laderampe war nicht richtig verschlossen worden – drei Stifte hatten nicht richtig eingerastet.
Notlandung auf dem Wasser
6. August 2005: Bei einer ATR-72 fallen über dem Mittelmeer beide Propeller aus und können von der Besatzung nicht mehr gestartet werden. Das Flugzeug muss eine Notwasserung durchführen. Die Maschine führte nicht genug Kerosin mit, da eine falsche Tankanzeige eingebaut worden war, die für eine ATR 42 mit kleineren Tanks bestimmt war. Die Piloten dachten, das Flugzeug habe genug Treibstoff. Auch brachten die Piloten die Propeller nicht in Segelstellung, mit der die Maschine hätte weiter gleiten können.
Vom Kurs abgekommen
1. Januar 2007: Eine Passagiermaschine vom Typ Boeing 737 stürzt ins Meer. Die Fluggesellschaft hatte ein teilweise defektes Inertiales Navigationssystem (kurz: INS) eingebaut, auf das die Piloten im schlechten Wetter vertrauten. Die Besatzung merkte nicht, dass sich der Autopilot abgeschaltet hatte.
Gefährliche Wetterphänomene
31. Oktober 1994: In der regnerischen Halloween-Nacht fliegt eine ATR-72 Warteschleifen südlich vor O’Hare, den eine Kältefront durchzieht. Die Propellermaschine kann das Wetterphänomen nicht überfliegen. Gefrierender Regen, für den sie der einzige Kondensationskeim in der Luft ist, sammelt sich auf den Tragflächen und vereist hinter der Enteisungsanlage, die das Eis nicht entfernen kann. Dadurch verschlechtert sich der Auftrieb. das Flugzeug stürzt bei Roselawn (Indiana) unkontrollierbar ab. Alle 68 Menschen an Bord sterben.