15. Staffel 10 Episoden
Tödlicher Funkspruch
19. November 1996: Die auf Landebahn 13 auf dem Flug 5925 zum Zwischenstopp gelandete Beechcraft 1900 kollidiert mit einer Piper Cherokee, deren Taxiweg zu Startbahn 4 die Landebahn 13 des unbemannten Quincy Municipal Airport (Illinois) kreuzt. Beide Maschinen bremsen hart ab, dennoch rammt die Piper mit 145 km/h die Beechcraft. Alle 10 Passagiere und 4 Piloten sterben. Die Haupttür der Beechcraft lässt sich nicht öffnen. Die drei Notausgänge werden in der Panik nicht benutzt. Die Passagiere und beide Piloten sterben in der brennenden Maschine. Hinter der Piper wartete eine weitere Maschine, deren Funkspruch sich mit dem aus der Beechcraft überschnitten hatte. In Folge traten weitere Missverständnisse auf. Die Piper startete zu einem Trainingsflug einer Pilotin, die diese Maschine zum ersten Mal fliegen wollte.
Crash in San Francisco
Am 6. Juli 2013 fliegt eine Boeing 777 San Francisco zu tief an. Als die Piloten durchstarten wollen und die Nase hochziehen, trifft die Maschine mit den Heck vor der Landebahn auf Land. Das Heck wird vom Rumpf gerissen. 50 Passagiere wurden verletzt, 6 wurden aus dem Flugzeug geschleudert. Der im automatischen Landen erfahrene Pilot hatte sich zu sehr auf die Automatisierung verlassen, die er im Anflug, ohne es zu merken, deaktiviert hatte. Beim Hochziehen erhöhte die Boeing 777 in Folge den Triebwerksschub nicht automatisch.
Hochhaus-Katastrophe
Aufgrund von Metallermüdung oder Materialfehler brach am 4. Oktober 1992 der Boeing 747-200F auf dem Flug Triebwerk vier (rechts außen) ab. Da sie kurz zuvor in Amsterdam abgehoben sind, gab Triebwerk vier noch kurzzeitig vollen Schub und riss Triebwerk drei (rechts innen) mit. Dadurch wurde der rechte Flügel und zwei der vier Hydrauliksysteme beschädigt. Dies führte dazu, dass das Flugzeug nach rechts abkippte, aber die Piloten konnten das Flugzeug abfangen. Als die Piloten die Landeklappen ausfuhren, um das Flugzeug abzubremsen, verursachte dies einen weiteres Abkippen nach rechts. Infolgedessen stürzte das Flugzeug in ein Wohnhaus. 43 Personen, darunter die vier Besatzungsmitglieder, starben.
Wettlauf gegen das Feuer
3. September 2010: Eine Boeing 747-400 stürzt auf dem Weg vom Dubai International Airport zum Flughafen Köln-Bonn in der Nähe des Flughafens Dubai ab. Beide Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Die Maschine war umgekehrt, nachdem die Besatzung Rauch im Cockpit gemeldet hatte. Es war der erste tödliche Absturz bei UPS Airlines. Dem Absturz folgte eine Untersuchung der Sicherheitsverfahren bei Rauch im Cockpit. Im Frachtraum hatten sich Lithium-Ionen-Akkumulatoren entzündet.
Absturz oder Anschlag
18. September 1961: In der Mission „Albertina“, streift eine DC-6 Bäume im Landeanflug auf Ndola in Sambia und brennt am Boden aus. Alle an Bord kommen um, darunter Dag Hammarskjöld. Es geht um Frieden und Wiedervereinigung des geteilten Kongo, aus dem das Uran stammt, das für diverse Atombomben benutzt wurde. Da die Mission geheim war, wird der Flugfunk kaum benutzt. Überreste von Armbanduhren aus den Trümmern verraten, dass sie 3 Minuten nach dem letzten Funkspruch stehengeblieben waren. Schnell wird vermutet, Hammarskjöld sei Opfer eines Anschlags. Kugeln werden an einigen Leichen gefunden, Patronenhülsen aus dem Boden der Absturzstelle gesiebt. Ermittler erkennen, dass sie nicht abgefeuert wurden, aber im Brand gezündet wurden. Erst 50 Jahre später wird erkannt, dass die übermüdeten Piloten, die aus Sicherheitsgründen einen Umweg geflogen waren, den Hügel, in den sie stürzten, nicht auf der Karte verzeichnet hatten. Das passt auch zur Erkenntnis, dass sie in der Nacht die Lichter der Landbahn aus den Augen verloren hatten.
Tödlicher Zwischenstopp
Am Morgen des 10. Oktober 2006 landete eine BAe 146-200 nach einem 15-Minütigem Pendlerflug in Stord und schoss bei Rückenwind über die regennasse Landebahn hinaus, stürzte einen bewaldeten Abhang herab und brannte aus. Vier der 16 Menschen an Bord starben. Die Störklappen hatten sich nicht ausfahren lassen, was die Bremsen bei Landegeschwindigkeit durch Auftrieb wirkungslos macht. Es wurden Reifenteile auf der Landbahn gefunden. Das ABS funktionierte nicht, worauf die Reifen blockierten, an der Unterseite erhitzten und auf einer sich auf der regennassen Landebahn gebildeten Dampfschicht, entlangschlitterte.
Fatale Verspätung
20. August 2008: Eine MD-82 startet zum zweiten Flug an diesem Tag in Madrid mit 166 Passagieren und 6 Crewmitgliedern nach Gran Canaria. Als sie endlich in der Luft ist, zieht sie nach rechts und kommt mangels Auftrieb zu Boden, rutscht weiter bis der Rumpf in einem Flussbett aufschlägt und zerbricht. Nur 18 überleben. Vor dem Start gab es ein Problem mit einem fehlerhaften Außentemperatursensor, der für die automatische Triebwerksteuerung notwendig sind. Ein Techniker deaktivierte diesen Stromkreis. Bei einem Triebwerk war die Schubumkehr sicherheitshalber deaktiviert worden. Bevor die Startcheckliste erneut abgearbeitet worden war, unterbrach der Kapitän den Kopilot. Der verbleibende Punkt war es, die Klappen auf 11° zu stellen. Die automatische Warnung dafür war ebenfalls in dem deaktivierten Stromkreis und bleib damit aus. Die Klappen waren auf dem Rollfeld bereits vor dem Start wieder eingefahren worden. Die Klimaanlage kämpfte gegen die 40 °C Außentemperatur. Finanzielle Engpässe der Fluggesellschaft und eine Verspätung erhöhten den Druck auf die Piloten.
Überraschende Erkenntnisse
7. März 2007: Eine Boeing 737 setzt mehrfach an Flughafen Yogyakarta auf und brennt in einem Reisfeld hinter der Landebahn aus. Den Rettungskräfte ist das geflutete Reisfeld ein Hindernis. 21 Menschen an Bord sterben. Die 737 landete mit 400 km/h - die optimale Landegeschwindigkeit liegt bei 260 km/h . Die Landeklappen standen nur auf 5°. Der Kopilot hatte sie nicht weiter ausgefahren, da der Kapitän zu schnell flog. Im Cockpit herrschte eine gleichgültige Kommunikation, da jeder Pilot mit seinen eigenen Aufgaben beschäftigt war. Kurz vor dem Aufsetzen forderte der Kopilot den Kapitän auf durchzustarten. Der Kapitän wiederholte nur die Frage ob der Kopilot die Landecheckliste abgearbeitet hat.
Dramatische Landung
5. April 1991: Eine Embraer EMB 120 verlässt den Reiseflug zur Landung in Brunswick (Georgia). Eine aufgrund unterschiedlicher Materialhärten verschlissene Verzahnung setzt die automatische Winkelstellung des linken Propellers außer Kraft und lässt ihn bei 3° einrasten, was bei Fluggeschwindigkeit Bremswirkung erzeugt, wodurch die Maschine rollte und steil in einen Wald abstürzte. Die Konstruktion sollte den Ausfall der automatischen Winkelstellung in eine sichere Position stellen, was realem Betrieb in Turbulenzen nicht standhielt. Alle Insassen sterben, darunter John Tower und Sonny Carter.
Absturz über Sao Paulo
31. Oktober 1996: Eine Fokker 100 kippt nach dem Start in Sao Paulo nach rechts ab und stürzt in ein Wohngebiet. Alle Menschen an Bord und einige am Boden sterben 25 Sekunden nach dem Start. Bereits auf der Startbahn stellt sich die automatische Schubkontrolle ab. Als die Maschine in der Luft ist, öffnen die Schubumkehrklappen des rechten Triebwerkes aufgrund eines defekten Sensors am Fahrwerk. Automatisch wird der Schub des Triebwerks in den Leerlauf gefahren. Dies interpretiert der darauf nicht geschulte und erst seit einer Woche für die Maschine zugelassene erste Offizier falsch und schiebt stellt das Triebwerk wiederholt auf vollen Schub. Ein Zugseil reißt und der Kapitän hat keine Chance, die Kontrolle über die Maschine zurück zuerlangen.